Was bedeutet Selbstständigkeit mit Umzugshilfe?
Als selbstständiger Umzugshelfer bietest du Privatpersonen und Unternehmen professionelle Unterstützung beim Wohnungs- oder Büroumzug. Die Nachfrage ist konstant hoch: Jährlich ziehen in Deutschland ca. 8-9 Millionen Menschen um – das sind über 22.000 Umzüge pro Tag! Dazu kommen steigende Immobilienpreise (mehr Umzüge in günstigere Wohnungen), Fachkräftemangel (zu wenig professionelle Umzugshelfer) und Digitalisierung (Online-Buchung wird beliebter). Der Einstieg ist niedrigschwellig – du brauchst primär körperliche Fitness und kannst sofort starten!
Typische Dienstleistungen
- • Wohnungsumzüge: Privatumzüge (1-4 Zimmer) – häufigste Aufträge
- • Möbelmontage/-demontage: Schränke, Betten, Küchen ab-/aufbauen
- • Verpackungsservice: Einpacken von Kartons, Geschirr, Zerbrechliches
- • Transport: Möbel & Kartons zum neuen Wohnort fahren
- • Büroumzüge: Firmenmöbel, IT-Equipment, Akten transportieren
- • Seniorenumzüge: Betreuung älterer Menschen (Verpackung bis Einrichtung)
- • Entrümpelungen: Keller, Dachboden, Wohnungen ausräumen
- • Sperrmülltransport: Alte Möbel entsorgen
- • Klaviertransport: Spezialisierung auf schwere/zerbrechliche Objekte
- • Einlagerung: Zwischenlagerung von Möbeln (bei Renovierung)
Deine Zielgruppen
- • Privatpersonen: Singles, Familien, Studenten (größte Gruppe!)
- • Senioren: Umzug ins Altersheim, barrierefreie Wohnung (oft Komplettservice)
- • Studenten: Günstiger Umzugsservice (Basisleistung ohne Transport)
- • Unternehmen: Büroumzüge, Filialwechsel (höhere Margen!)
- • Vermieter/Hausverwaltungen: Wohnungsübergaben, Entrümpelungen
- • Immobilienmakler: Kooperationen für Umzugsservice bei Verkauf/Miete
- • Möbelhäuser: Lieferung & Aufbau neuer Möbel (B2B-Partner)
📦 Warum ist Umzugshilfe ein zukunftssicheres Business?
Die Nachfrage nach Umzugshelfern wächst stetig: 8-9 Millionen Umzüge/Jahr in Deutschland (konstante Nachfrage), Urbanisierung (mehr Menschen ziehen in Städte → mehr Wohnungswechsel), steigende Immobilienpreise (Menschen ziehen öfter um, um Kosten zu sparen), Fachkräftemangel (zu wenig professionelle Umzugshelfer → höhere Preise möglich), alternde Gesellschaft (Senioren benötigen Hilfe beim Umzug) und Homeoffice-Trend (mehr Umzüge aufs Land/größere Wohnungen). Zudem ist Umzugshilfe krisensicher – Menschen ziehen immer um, egal ob Boom oder Rezession!
Welches Geschäftsmodell passt zu dir?
Wähle deinen Fokus – vom Basis-Helfer zum Umzugsunternehmen!
Basis-Helfer
Ohne eigenes Fahrzeug
Perfekt für Einsteiger: Minimales Startkapital, flexibel, schneller Start
Verdienst: 15-25 €/Std. • 1.500-3.000 €/Monat
Premium-Service
Mit eigenem Transporter
Komplettlösung: Transport inklusive, höhere Margen, professioneller Auftritt
Verdienst: 60-120 €/Std. • 3.000-6.000 €/Monat
Spezialtransporte
Nischen-Spezialist
Weniger Konkurrenz: Fokus auf Spezialgebiet, höhere Preise
Verdienst: 80-150 €/Std. • 4.000-8.000+ €/Monat
B2B-Umzüge
Firmenkunden
Höchste Margen: Unternehmen zahlen mehr, größere Aufträge
Verdienst: 100-200 €/Std. • 5.000-10.000+ €/Monat
Franchise-Partner
Unter Marke
Bewährtes System: Marke, Marketing & Support inklusive
Verdienst: 4.000-12.000+ €/Monat (nach Gebühren)
Mix-Modell
Beste Empfehlung!
Maximale Auslastung: Basis-Helfer + Premium-Service kombinieren
Verdienst: 2.000-8.000+ €/Monat (je nach Ausbau)
💡 Welches Modell für wen?
Absolute Einsteiger: Basis-Helfer (minimales Kapital, sofort starten)
Mit Budget: Premium-Service (eigener Transporter, höhere Margen)
Weniger Konkurrenz: Spezialtransporte (Klavier, Kunst, Senioren)
Höchste Margen: B2B-Umzüge (Unternehmen zahlen mehr)
Bewährtes System: Franchise (Marke + Marketing inklusive, aber Gebühren)
Maximale Flexibilität: Mix-Modell (Basis + Premium kombinieren)
Wie viel kannst du mit Umzugshilfe verdienen?
Basis-Helfer
Ohne Transporter
Netto-Gewinn/Monat
- 8-12 Umzüge/Monat (2-3/Woche)
- Ø 4-8 Std./Umzug (Tragen, Montage)
- 15-25 €/Std. (je nach Region/Erfahrung)
- Kein eigener Transport nötig
- Startkapital: 200-500 €
Typisches Szenario:
Perfekt für Einsteiger, nebenberuflich möglich, flexible Zeiten
Premium-Service
Mit Transporter
Netto-Gewinn/Monat
- 12-20 Umzüge/Monat (3-5/Woche)
- Komplettservice: Verpackung + Transport + Aufbau
- 60-120 €/Std. für Komplettservice
- Eigener Transporter (kaufen oder mieten)
- Startkapital: 5.000-15.000 €
Typisches Szenario:
Höchste Margen, professioneller Auftritt, planbare Einnahmen
Spezialtransporte
Nischen-Experte
Netto-Gewinn/Monat
- 8-15 Spezialaufträge/Monat
- Fokus: Klavier, Kunst, Senioren, B2B
- 80-150 €/Std. (weniger Konkurrenz = höhere Preise)
- Spezielles Equipment nötig (z.B. Klavierwagen)
- Startkapital: 10.000-20.000 €
Typisches Szenario:
Weniger Konkurrenz, höhere Margen, spezielles Know-how
Preisgestaltung im Überblick
💰 Stundensätze
- • Basis-Helfer (ohne Transport): 15-25 €/Std.
- • Premium-Service (mit Transport): 60-120 €/Std.
- • Klaviertransport: 150-300 €/Auftrag (pauschal)
- • Seniorenumzüge (Komplettservice): 800-2.000 €/Umzug
- • B2B-Büroumzüge: 100-200 €/Std.
📦 Pauschalpreise (Beispiele)
- • 1-Zimmer-Wohnung: 250-500 €
- • 2-Zimmer-Wohnung: 400-800 €
- • 3-Zimmer-Wohnung: 600-1.200 €
- • 4-Zimmer-Wohnung: 800-1.600 €
- • Entrümpelung: 300-800 € (je nach Größe)
+ Anfahrtspauschale: 30-80 €
In 8 Schritten zum Umzugsunternehmen
So gründest du dein Umzugs-Business – praktisch & schnell umsetzbar!
Was kostet die Gründung eines Umzugsunternehmens?
Detaillierte Kostenkalkulation – einmalig & laufend
💰 Einmalige Startkosten
📦 Basis-Helfer (ohne Transporter):
Gewerbeanmeldung
Anmeldegebühr beim Gewerbeamt
15-65 €
Werkzeug & Equipment
Tragegurte, Sackkarren, Werkzeugkoffer, Möbeldecken
150-400 €
Verpackungsmaterial
Umzugskartons, Luftpolsterfolie, Klebeband
100-300 €
Website & Marketing
Domain, Website, Flyer, Visitenkarten
100-300 €
GESAMT Basis-Helfer
500-1.000 €
🚚 Premium-Service (mit Transporter):
Basis-Kosten (siehe oben)
Gewerbe, Equipment, Marketing
500-1.000 €
Transporter (gebraucht kaufen)
Mercedes Sprinter, VW Crafter (3-5 Jahre alt)
8.000-25.000 €
Güterkraftverkehrs-Lizenz
Für gewerblichen Transport (Verkehrsbehörde)
300-500 €
GESAMT Premium-Service
9.000-27.000 €
📆 Laufende monatliche Kosten
Betriebshaftpflichtversicherung
Pflicht für Umzugshelfer
20-50 €
Krankenversicherung
Selbstständige (privat oder freiwillig gesetzlich)
200-500 €
IHK-Beitrag
Pflichtmitgliedschaft (abhängig vom Umsatz)
10-50 €
Transporter-Kosten (falls Premium-Service)
Kraftstoff, Versicherung, Wartung, Leasing
0-800 €
Website-Hosting & Domain
Monatliche Gebühren
5-20 €
Marketing & Werbung
Umzugsportale (Provision), Google Ads, Flyer
50-300 €
GESAMT (monatlich)
300-1.700 €
💡 Startkapital-Empfehlung
Basis-Helfer
500-1.000 €
Minimales Risiko, sofort starten, nebenberuflich möglich
Premium-Service (Transporter mieten)
2.000-5.000 €
Transporter mieten (60-150 €/Tag), höhere Margen
Premium-Service (Transporter kaufen)
10.000-30.000 €
Eigener Transporter, maximale Flexibilität, Vollzeit-Option
Vor- & Nachteile im Überblick
Vorteile
- Niedriges Startkapital: 500-1.000 € reichen für Basis-Start
- Hohe Nachfrage: 8-9 Mio. Umzüge/Jahr in Deutschland = konstante Aufträge
- Sofort starten: Gewerbe anmelden → Equipment kaufen → loslegen (1-3 Tage)
- Nebenberuflich möglich: Wochenend-Umzüge (zusätzlich 500-1.500 €/Monat)
- Skalierbar: Start als Basis-Helfer → später Premium-Service/Team aufbauen
- Kein spezielles Vorwissen: Körperliche Fitness + Zuverlässigkeit reichen
- Krisensicher: Menschen ziehen immer um (Boom oder Rezession)
- Vielfältige Aufträge: Privatumzüge, Büros, Senioren, Entrümpelungen
Nachteile
- Körperlich anstrengend: Schweres Tragen, langes Stehen (Rückenprobleme möglich)
- Hohe Konkurrenz: Viele Umzugshelfer (Preisdruck, besonders in Großstädten)
- Haftungsrisiko: Bei Schäden droht Schadensersatz (Versicherung wichtig!)
- Saisonal schwankend: Sommermonate (viele Umzüge), Winter (weniger Aufträge)
- Unregelmäßige Arbeitszeiten: Umzüge oft am Wochenende/Feiertagen
- Wetterabhängig: Regen/Schnee erschwert Umzüge (höheres Verletzungsrisiko)
- Hohe Anfangsinvestition (Premium): Transporter kaufen = 10.000-30.000 €
- Stressige Kunden: Umzugsstress → genervte/fordernde Kunden möglich
💭 Fazit: Ist Umzugshilfe das Richtige für dich?
Wenn du körperlich fit bist, zuverlässig arbeitest und anpacken kannst, ist Umzugshilfe ideal! Die Einstiegshürde ist niedrig (wenig Kapital nötig) und du kannst sofort starten. Die Nachteile (körperliche Belastung, Konkurrenz) lassen sich durch Spezialisierung (z.B. Senioren, Klavier) und Premium-Service (eigener Transporter = höhere Margen) minimieren. Perfekt auch als Nebenjob (Wochenend-Umzüge = 500-1.500 € extra/Monat)!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich eine spezielle Ausbildung oder Führerschein?
Nein, formal nicht! Für Basis-Umzugshelfer (ohne Transport) brauchst du keine Ausbildung und keinen Führerschein – nur körperliche Fitness und Zuverlässigkeit. Für Premium-Service (mit eigenem Transporter) brauchst du einen Führerschein (Klasse B für Sprinter bis 3,5t, Klasse C für LKW über 3,5t) und eine Güterkraftverkehrs-Lizenz (bei Verkehrsbehörde beantragen, ca. 300-500 €). Empfohlen: Erste-Hilfe-Kurs (bei Unfällen) und Möbelmontage-Kenntnisse (Schränke/Betten ab-/aufbauen).
Wie viel kann ich als Umzugshelfer verdienen?
Basis-Helfer (ohne Transport): 1.500-3.000 € Netto-Gewinn/Monat (15-25 €/Std.)
Premium-Service (mit Transport): 3.000-6.000+ € Netto-Gewinn/Monat (60-120 €/Std.)
Spezialtransporte (Klavier, Kunst, Senioren): 4.000-8.000+ € Netto-Gewinn/Monat (80-150 €/Std.)
Der Verdienst hängt stark ab von: Geschäftsmodell (mit/ohne Transport), Spezialisierung (Senioren, B2B = höhere Preise), Standort (Großstädte = höhere Preise) und Auslastung (8-20 Umzüge/Monat möglich).
Wie finde ich meine ersten Kunden?
6 bewährte Strategien für schnelle Aufträge:
1. Umzugsportale: Registriere dich auf Umzugspreisvergleich.de, Movinga, MyHammer, Blauarbeit (wichtigste Quelle!)
2. Google My Business: Kostenloses Unternehmensprofil → lokale Kunden finden dich
3. Flyer in Wohngebieten: Verteile 1.000-2.000 Flyer in Briefkästen (100-200 €)
4. Facebook-Gruppen: Tritt lokalen Gruppen bei, biete Umzugshilfe an
5. Kooperationen mit Immobilienmaklern: Empfehlungen bei Wohnungswechsel (Provision anbieten)
6. Mund-zu-Mund-Propaganda: Bitte zufriedene Kunden um Weiterempfehlung + Google-Bewertung
Langfristig: Baue Stammkunden auf (wiederkehrende Aufträge) und spezialisiere dich (weniger Konkurrenz)!
Welche Versicherungen brauche ich als Umzugshelfer?
Pflicht:
• Betriebshaftpflichtversicherung: Deckt Schäden an Kundeneigentum (z.B. zerkratzte Möbel, beschädigtes Treppenhaus). Kosten: 200-600 €/Jahr – absolut essenziell!
Empfohlen:
• Transportversicherung: Deckt Schäden während des Transports (z.B. Unfall, beschädigte Möbel). Kosten: 300-800 €/Jahr
• Unfallversicherung: Deckt eigene Verletzungen (z.B. Rücken, Sturz). Kosten: 100-300 €/Jahr
• Rechtsschutzversicherung: Bei Streitigkeiten mit Kunden (optional, 200-400 €/Jahr)
Kann ich nebenberuflich als Umzugshelfer starten?
Ja, absolut! Umzugshilfe ist perfekt als Nebenjob:
• Flexible Zeiten: Die meisten Umzüge finden am Wochenende statt (Samstag/Sonntag)
• Kein Mindest-Umsatz: Du kannst 2-4 Umzüge/Monat machen (500-1.500 € extra)
• Körperliche Fitness: Umzüge sind anstrengend – achte auf Ausgleich/Regeneration!
Wichtig: Informiere deinen Arbeitgeber (wenn im Arbeitsvertrag verlangt) und plane realistische Arbeitszeiten (Überlastung vermeiden!). Viele Umzugshelfer starten nebenberuflich und wechseln später hauptberuflich (wenn Kundenstamm aufgebaut).
Was mache ich, wenn ich etwas kaputt mache?
Wichtig: Schäden dokumentieren & Versicherung nutzen!
Vor dem Umzug:
• Übergabeprotokoll erstellen: Dokumentiere Zustand der Möbel/Wohnung mit Fotos (vor & nach Umzug)
• AGB mit Haftungsausschluss: Klare Regelung, wofür du haftest (z.B. nicht für bereits beschädigte Möbel)
Bei Schäden:
1. Sofort Kunden informieren: Transparenz ist wichtig (keine Vertuschung!)
2. Schaden dokumentieren: Fotos machen, Beschreibung schreiben
3. Versicherung kontaktieren: Betriebshaftpflicht deckt Schäden (bis 3-5 Mio. €)
4. Kulanzlösung anbieten: Wenn Schaden gering, selbst bezahlen (Kundenbindung!)
Prävention: Möbel mit Decken/Folie schützen, sorgfältig arbeiten, nicht hetzen!